Nachhaltigkeit – Quo vadis 4.0?

Arabischer Frühling und die entscheidende Rolle von Technologiefirmen

Der Arabische Frühling hat dem Mut, Willen und den vereinten Kräfte der örtlichen Demonstranten Vorschub geleistet. Jedoch dürfen auch Kommunikationstechnologien (z.B. Social Media) zurecht Anspruch darauf erheben, einen entscheidenden Beitrag zu der Bewegung geleistet zu haben.

Seit Beginn der Proteste im Januar konnte man beobachten, wie sich die Haltung der Technologieanbieter gewandelt hat. Der Technologiesektor, der fortwährend als progressivster Treiber der Nachhaltigkeit anzusehen ist, hat eine Spaltung bezüglich dieses positiven Wertes erfahren. Twitter und Google haben ihren bereits guten Ruf weiter gestärkt, indem sie ihre Technologie dafür nutzten individuelle Freiheit zu fördern und – wann immer möglich – Versuche der Regierungen den Informationsfluss zu stoppen zu vereiteln.

Facebook hat die Bewertung von Personen, die Demonstrationen organisiert haben, allein aufgrund seiner Allgegenwart unter Jugendlichen, gefördert. Allerdings ist das Unternehmen zur Bestürzung einiger Gesetzgeber und Aktivisten nicht dazu bereit Pseudonyme zum Schutz der Demonstranten vor Repressalien einzuführen. Facebook selbst möchte nicht zum Spielball der Politik werden.

Auf der anderen Seite haben Flickr und Vodafone Rückschläge wegen ihrer stillschweigenden Unterstützung der ägyptischen Autokratie (Vodafone) und ihrer übervorsichtigen und allzu restriktiven Einstellung dazu, Demonstranten zu erlauben ihre Plattform zu nutzen (Flickr).

Welche frühzeitigen Schlüsse können daraus gezogen werden? Um sich Googles Leitspruch zu bedienen: „do no evil – tut kein Übel“ wird sich zur grundsätzlichen Erwartung an die Kommunikationstechnologie entwickeln. Oder anders gesagt: wer nicht für die Menschen ist (und seinen Beitrag für eine friedliche Revolution leistet), ist gegen sie und wird die Konsequenzen, die Nutzer daraus ziehen, tragen müssen.

Lesen Sie morgen den fünften und vorerst letzten Teil der Reihe “Nachhaltigkeit – Quo vadis?”.

 

(Katrin Oppitz)

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